Was tun bevor’s brennt?

Lasst euch nicht länger verarschen – Tipps für den gewaltfreien Widerstand gegen Bullen bei Identitätsfeststellung, Durchsuchung, Platzverweis & co.

Bei Demos gegen Staat, Nation und Kapital, gegen Nazis, Castortransporte, Abschiebungen, steigende Mieten oder Räumung von besetzten Häusern sind die Bullen meistens mit dabei. Oft reicht dann allein schon unsere Anwesenheit, um als „Störer*In“ Ziel von polizeilichen Maßnahmen wie Identitätsfeststellung, Durchsuchung oder Platzverweis zu werden.

Die meisten reagieren darauf mit weitgehend widerspruchsloser Kooperation mit den Bullen: der Ausweis wird sofort ausgehändigt, Taschen und Rucksäcke werden nach Aufforderung ausgeleert usw. Widerspruch und verbalen Widerstand dagegen halten viele für sinnlose Zeitverschwendung nach dem Motto „Die Bullen machen ja sowieso was sie wollen“.

Ist das wirklich so? Ohne Gegenwehr auf jeden Fall. Einige haben auf Versammlungen aber auch positive Erfahrungen gesammelt: gewaltfreier Widerstand gegen die Bullen auf der Straße kann durchaus erfolgreich sein! Das funktioniert aber nur, wenn die wichtigsten Regeln aus Polizei- und Versammlungsgesetz bekannt sind und geschickt gegen die Bullen eingesetzt werden. Sie werden so zur Entscheidung gezwungen, sich entweder an die eigenen Regeln zu halten oder als Hooligan in Uniform zu outen.

Viele kennen die empfehlenswerte Broschüre „Was tun wenn’s brennt?“ von der Roten Hilfe oder vielleicht auch die ausführlichere Antirepressionslektüre „Wege durch die Wüste“. Beide behandeln die häufigsten Maßnahmen der Bullen (Identitätsfeststellung, Durchsuchung, Platzverweis) jedoch nur am Rande und bieten kaum praktische Hilfen im Umgang mit diesen an. Genau diese Lücke wollen wir füllen und alltagserprobte Tipps geben, ohne dabei mit Strukturen wie den Ermittlungsausschüssen und der Roten Hilfe zu konkurrieren.

Wir wollen eine Broschüre sowie praxisnahe Workshops zu diesem Thema entwickeln, um den Handlungsspielraum möglichst vieler Menschen im Umgang mit den Bullen zu erweitern.

Dabei brauchen wir noch tatkräftige Unterstützung. Habt Ihr Interesse, bei uns konkret mitzuarbeiten? Dann schickt uns eine Mail an sar-koeln@riseup.net